Death Valley

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Das Death Valley (DV), auch Tal des Todes genannt, ist eine nur sehr schwer zu beschreibende Gegend. Für Linda, die ja zum ersten Mal hier im DV ist, waren die Gefühle in dieser unwirklichen Umgebung genau wie die meinen, nicht nur, dass hier eine absolute Stille herrscht – nein – auch der Anblick ist etwas, das einen sehr berührt…

Da ich mich in der Vergangenheit – zwangsläufig – mit dem Westen und der Besiedelung desselben beschäftigen musste, kam dem DV eine besondere Bedeutung zu. Kurz zur Geschichte: Das DV ist 165 km lang und zwischen 19  und 25 km breit. Der Talboden bekommt weniger als 5 cm Regen pro Jahr ab…der Himmel ist hier normal wolkenlos. Im Juli und August sind Temperaturen von 50 Grad Celsius und mehr nichts besonderes, das Thermometer fällt in der Nacht kaum unter 38 Grad Celsius.

Der Name entstand im Jahre 1849 als eine Gruppe von Siedlern, die auf dem Weg in den Westen waren, durch ein Versehen in diesem Tal landeten. Um zu überleben, mussten sie ihre Wagen verbrennen und ihre Ochsen schlachten. Sehr viele verloren dennoch ihr Leben in diesem Tal. Beim Verlassen sagte eine Frau: „Auf Wiedersehen, Todestal“. Der Treckführer war ein deutscher Pfarrer aus Frankfurt. Diesem Treck und der zugrunde liegenden Leistung dieser Männer und Frauen zu Ehren, wird bis heute – immer im Oktober – ein Treffen der 49er gefeiert, die Besucher sind die Nachfahren dieser Siedler. Es gibt eine sehr bekannte Gesangsgruppe, die sich hieraus gebildet hat – Sons of the Pioneer’s. Einer dieser Gruppe dürfte den „älteren“ Lesern dieses Blogs bekannt sein: Ken Curtis, besser bekannt unter seinem Filmnamen „Festus“! Die Fernsehserie hieß in Deutschland „Rauchende Colts“.

Borax wurde im DV abgebaut und mit einem Mulizug (Muletrain) zur nächsten Bahnstation gebracht, über 20 Mulipaare wurden vor die Wagen gespannt. Der Song „Orange Blossom Special“ hat diesen Muletrain als Hintergrund.

Der tiefste Punkt in Nordamerika ist mit 85,5 m unter dem Meeresspiegel eine Senke mit dem Namen Badwaters. Der Salzsee darf heute nur noch über einen Steg betreten werden…schade, es hat sich sehr viel geändert…aber die Felsformationen wie der berühmte Zabriskipoint haben nichts von ihrer Faszination verloren.

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