Auf nach Show Low – ein Abenteuer für sich

Linda wollte unbedingt nach „Show Low“, eine kleine Stadt in der „Pampa“- Arizona. Hier hat Christine, die Tochter von Gabi (Linda’s Freundin) gelebt. Linda wollte diese Stadt sehen. Eine kleine verschlafene Stadt – und wie ich gesagt habe in der Pampa – und ich meine Pampa!

Wir fahren weiter und kommen in ein Waldgebiet – sehr einsam, aber der einzige Weg. Das Dumme ist, wir kommen immer mehr in ein Gebirge und sind jetzt am „Point of no Return“! Shit, wenn ich das geahnt hätte, hätte ich den Tank nochmal voll gemacht, aber das Gebirge muss doch auch mal ein Ende haben. Wir sind in der Zwischenzeit 2.200 m hoch, die Serpentinen immer enger und immer einsamer, kaum mehr Gegenverkehr. Verdammt mein Blick ist immer bei der Tanknadel…wir rollen den Berg hinab im Leerlauf…keine Autos mehr unterwegs…die Dunkelheit kommt mit Riesenschritten…die Tanknadel nähert sich der Position „Empty“…immer noch keine menschliche Behausung. Rechts und links abgebrannte Bäume und Baumstümpfe, kein Internet, kein Handynetz…ein komisches Gefühl – es ist in der Zwischenzeit stockdunkel. Unser Wohnmobil wird nicht mehr lange fahren, dann ist der Tank leer und wir sitzen entgültig fest (ja, wir haben in der Zwischenzeit Reservekanister…). Oh mein Gott, ich glaube die Bäume lichten sich…vielleicht…und tatsächlich, es zeigen sich ein paar Lichter in einer Art Tal, keine Straßenbeleuchtung, kein Hund bellt – alles leer, merkwürdig! Hoffentlich gibt es da eine „Tanke“ – gibt es, aber natürlich geschlossen, niemand zu sehen, alles stockdunkel, zum Glück entdecke ich eine Zahlmöglichkeit – ein Automat mit Cash oder Card. Puh, der Tank ist wieder voll…und ich ein anderer Mensch!

Jetzt erst mal umgesehen, aber wie gesagt keine Menschenseele zu sehen, vereinzelt Licht in den paar Häusern. Aber wohin stellen wir uns? Unsere Wahl fällt auf ein beleuchtetes Postamt – mit freiem Platz davor – genau da stellen wir uns hin. Wir sind ziemlich erschöpft und nach einem kleinen Lunch fallen wir in’s Bett. Leider sollte die Nacht nicht lange dauern. Gegen 4 Uhr morgens wachen wir frierend und zähneklappernd auf – was zur Hölle ist los?! Im Fahrzeug nur noch 3° C. Warum ist die Heizung nicht angesprungen? Ich versuche sie in Gang zu bringen – vergeblich! So ein Shit, also den Herd eingeschaltet und so versuchen wir der Kälte Herr zu werden. Die Heizung springt plötzlich an…leider nur für ca. 30 Sekunden, dann ist „Finish“. Aber auch diese Nacht geht zu Ende, wir fahren weiter – die Motorheizung weckt unsere Lebensgeister wieder. Ach übrigens, dieses Dorf heißt „Alpin“. Später stellte sich Folgendes an der Heizungssteuerung heraus: Ein paar Kontakte waren verstaubt und leicht oxydiert. Eine Sache, die ganz schnell „repariert“ werden konnte.

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