Von French Friese – zu Papa Fritas, sind es nur 100 m Teil 1- Übersicht

Als Erstes möchte ich vorausschicken, dass es durchaus Textwiederholungen in der Einführung zu den Artikeln kommen kann – das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht mehr weiss was ist tue, sondern es passt einfach besser zur Einstimmung.

  • Am 15.11.2016- wir befinden uns aktuell in Demin New Mexico.
  • Heute habe ich die Muse gefunden und den ersten Teil über unseren Aufenthalt in Mexico – der vom 12.9.2016 bis 15.11.2016 gedauert hat- zu berichten.

Wir haben den Grenzübergang „Tecate“ gewählt, weil er einhellig als gemüdlich, bzw. unproblematisch im Internet von anderen Wohnmobilfahrern erwähnung fand. Er ist von Tijuana ( hektischer Hauptübergang) ca. 70 km in Richtung Ost – erreichbar ! Sehr schöne Fahrt durch die Berge- die Sonne scheint…. einfach Klasse.

Wir kommen in Tecate an, stellen das WoMo ab, und gehen zu Fuß nach Mexico um uns ein Visa ausstellen zu lassen… alles ohne Probleme. Der Beamte haut -wie überall – seine Stempel rein, händigt uns unsere Visum aus für 180 Tage Aufenthalt in Mexico, kassiert zusammen 20,- $US, heißt uns herzlich „Willkommen“ in Mexico….das war’s !

Wir also auf die „andere Seite“, zum US Zoll zurück- unser WoMo seht ja noch in den USA….. Die zwei Grenzer, sehr freundlich – auf die Frage wie lange wir in Mexico waren ?, antworte ich wahrheitsgemäß – 15 Minuten !! Er schaut uns irritiert – sehr irritiert an, ich kläre ihn auf und seine Mine hellt sich sichtbar auf ! Also kommen sie aus den USA, sind kurz in Mexico gewesen und wollen jetzt wieder in die USA – Aha ! Ja, unser WoMo steht noch da….er nimmt unsere Pässe (die neuen Roten – mit Chip (leider) ) in die Hand und blättert von vorne nach hinten und wieder zurück…….er wirkt sehr „ratlos“, er spricht ziemlichen Dialekt, ich habe große Mühe ihn zu verstehen ! Ja, das ist alles was wir haben – er sieht sich zu seinem Kollegen um- ziemlich ratlos – da hat Linda die die zündende Idee !! vielleicht braucht er ja unsere „grünen Übergangspässe?! Linda reicht sie ihm … er strahlt, haut den Stempel rein – wir sind in den USA zurück ! Eigentlich logisch – unsere Visa sind ja in dem grünen Übergangspass…..

OK, wir sind in ein paar Minuten am WoMo und machen uns wiederum sofort auf den Weg nach Mexico.   Die junge Grenzerin kommt kurz rein- sieht sich um , woher-wohin ?… Oh, kann ich nicht mitkommen ? Platz ist ja genug hier….na klar ! Seufz,- schön wär’s – aber ihr müsst unbedingt über Hermosillo fahren – sehr schöne Stadt… da komme ich übrigens her, erzählt sie uns stolz ! Wir versprechen Grüße an ihre Heimatstadt auszurichten !

In Tecate erfahren wir das erste Mal, was es heißt auf Mexicos Straßen unterwegs zu sein……..die Straßen sind kaum als solche zu bezeichnen, Schlagloch an Schlagloch – nicht wenige sind so groooooß und so tief, dass locker ein kompletter Reifen rein passt…

Das ist aber nicht das Schlimmste….sind mal keine, oder nur wenige Schlaglöcher vorhanden und man kann schneller als 15 Kmh fahren – wird man sehr schnell und „schmerzhaft“ eines besseren belehrt !  Man fährt dann unweigerlich auf einen sog. Speed Reducer auf…das ist ein hochsthender, halbrunder Wulst, der sich über die gesamte Breite der Straße erstreckt und zwischen 20 und 30 cm hoch ist !!

Freunde ich sage Euch – das Wohnmobil wird in seinem gesamten Aufbau so erschüttert, daß die Schränke, der Kühlschrank usw, sich von alleine öffnen….wir selber in der Fahrerkabine angehoben werden und nur -dank Sicherheitsgurte- nicht mit dem Kopf an die Decke knallen ! Das war immer das probateste Mittel unseren „Geschirrbestand“ zu reduzieren….

Im gesamten Straßennetz in Mexico – bis auf ein paar wenige Ausnahmen – hast Du immer das Gefühl nicht in einem Auto, sondern auf einer Rüttelplatte zu sitzen…daraus lernend, haben wir unsere Schränke mit Gewebeband zugeklebt…

Hier noch ein technischer Hinweis für alle evt. „Nachfahrer“,- besorgt euch von Marco Polo den Reiseführer mit Insidertipps und Karte.. das war unsere bewährte Bibel !!  -MEXICO-  die Highlights sind Numeriert und kurz und prägnant beschrieben !, daran haben wir uns weitgehends gehalten.     Insgesamt hatten wir uns vorgenommen die Westküste in Richtung SÜDEN zu benutzen, das ist die MEX-15 – das sind alles Mautpflichtige Strassen,- die Maut liegt zwischen 73 Mx$ und 338,-Mx$…deshalb sind die Straßen aber noch lange nicht „Schlagloch frei“. Einmal habe ich dem Navi gesagt -„keine Mautstraßen“- zu nehmen -war ein kapitaler Fehler wir waren über 2 Std. länger unterwegs…. durch Felder und Wiesen mit Schlaglöchern wie ihr sie euch nicht vorstellen könnt.. Das Mobil hatte zeitweise 10 – 20° Schlagseite – für uns UNVORSTELLBAR !!

Auf der „Mautstraße“ bist du kaum unterwegs, kommt schon wieder der Hinweis  –Caseta de Cobro– ( Mautstelle)… da kommt über den Tag locker mal 30 – 35€ zusammen, auch das muß kalkuliert werden…

Ich werde an dieser Stelle mal etwas anderes versuchen…  Hier kommt unsere Route, die wir in ca. 10 Wochen in Mexico zurückgelegt haben:

Start:  Tecate – Puerto Penasco – Hermosillo – Guaymas – Ciudad Obregon – Culiacan – Mazatlan – Tepic – Puerto Vallarta – Guadalajara – Guanajuato – Puebla – Teotihuacan – Oaxaca de Juarez ( Monte Alban) – Tabachula – Mazatenango – (Guatemala Boarder)   dann sind wir ja „umgekehrt“ und nach Mexico zurück gefahren, in Richtung Ostküste !

Villahermosa – Minatitlan – Veracruz– zurück nach Teotihuacan !! von da aus mit dem Bus-sehr abenteuerlich, ca. 40 km nach Mexico Stadt( pro Kopf, pro Richtung 0,36€…) Vom Busbahnhof aus ging es mit dem Taxi quer durch die Stadt zum Haus von Frieda Kahlo…. hier erwartete uns eine Besucherschlange die bis auf die Straße reichte…ok, wir haben uns angestellt und waren nach ca. 45 Min. an der Kasse…sie wollen Fotografieren-ok, dazu lösen sie bitte ein Fotopermit, nicht ganz billig ! Ich muss gestehen, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas von der kranken Künstlerin Frieda Kahlo gehört hatte, Linda hat mich aufgeklärt. Frieda Kahlo hate „Polio“, – Kinderlähmung. Neben den Bildern und Plastiken waren auch die Garderoben der Künstlerin ausgestellt- alles speziell für sie angefertigt, da unter der Kleidung die div. metallenen Stützkorsette versteckt werden mußte – ohne Korsett war ein Stehen oder gehen nicht möglich…..aber, sie war unbeugsam der Krankheit gegenüber, obwohl unzählige OP’s zu keiner Verbesserung führten.

Gewundert hat micht, dass ein Kleid von ihr, auf der Brust eine Stickerei hatte, die Hammer und Sichel darstellte…..das hat folgende Bewandnis- sie und ihr Mann  waren mit Leo Trotzki befreundet, der lange in ihrem Haus lebte ( mit dem sie eine Affäre hatte), bevor Trotzki in sein eigenes Haus zog…..Kahlo war überzeugte Kommunistin, so dass es nocht verwundert,dass im Hause Kahlo regelmäßig komunistische Treffen stattfanden. Eine interessante Erfahrung für mich- zumal ich von Frieda Kahlo bis dahin noch nichts gehört hatte.

Anschliessend liessen wir uns in das Antropologische Museum fahren…Hauptverkehrszeit- das Taxi war über eine Std. unterwegs, sodaß wir erst gegen 17:20 Uhr dort ankamen….und nur noch 1 Std. Zeit hatten- auf der anderen Seite hat uns aber die Antropologie so gefesselt, dass wir beschlossen am nächsten Tag wieder zu kommen.

Unser Weg führte uns dann weiter nach Guanajuato – Chihuahua -Ciudad Juarez / El Paso(USA) zurück in die USA.

Chihuahua, wird uns nicht nur wegen der Hunde in ewiger Erinnerung bleiben, sondern  hauptsächlich weil wir von der Polizei auf offener Straße beraubt wurden…..  Das kam so:  Wir hatten aus dem Internet einen Campground eruiert- der allerdings am Stadtrand liegen sollte…wir fuhren mit ca. 30-35 Kmh auf der Straße uns suchten nach dem Platz , auf einmal ein Polizeiauto mit Blinklichter ohne Ende hinter uns- das bedeutet- Rechts ran, Fenster runter und warten. 2 Polizisten stiegen aus dem Fahrzeug, einer näherte sich auf meiner Seite, dar Andere hilt halbschräg hinter mir Abstand, beide bis an die Zähne bewaffnet !  Er redete auf mich ein- ich verstand kein Wort….machte ihm klar, daß ich ihn nicht verstehe und wir aus Alemania wären. Ich sollte aussteigen, er versuchte mir klar zu machen, dass ich zu schnell gefahren wäre, und er mir ein Ticket ausstellen müßte, ich sagte, dass ich auf keinen Fall zu schnell war – doch, per Satelitenmessung hätten sie das festgestellt. Das sollte 100 US$ kosten, ich sagte ihm, dass wir keine US$ hätten- was der Wahrheit entsprach ! Ich sagte ihm, dass wir gerne auf die Wache mitkommen werden und ich dann da das Ticket per Visa bezahlen werde……er beratschlagte mit dem Kollegen, in der Zwischenzeit war Linda ausgestiegen- wie immer mit Handy in der Hand und das Nummernschild des Polizeiwagens im Visier, das war dem Cop gar nicht recht- er forderte mich auf, die Senora umgehend in den Wagen zurück zu schicken……Er wollte unbedingt 100$ haben. er nahm mich dann mit hinter das Wohnmobil….er würde auch das Ticket gegen Bezahlung der 100$ fallen lassen !

Welchen Teil von : Ich habe keine Dollar, er nicht verstanden hat, blieb unklar… ja was ich denn hätte ? na ein paar Peso könnte ich ihm geben- wieviel 1000 Mx$ = 48,40€, nein er braucht Dollar- ok, dann fahren wir zur Wache……Linda hatte natürlich in der Zwischenzeit hinter dem Vorhang Stellung bezogen und sich alles notiert… OK, ich solle die Peso holen, 2 Scheine a‘ 500,-, wollte sie ihm dann geben- oh nein ! ich solle mit zum Polizeiauto kommen- auf die Beifahrerseite…. und das Geschenk auf den Sitz legen……kaum hatte ich mich umgedreht, waren die Beiden in ihren Karren gesprungen und mit Highspeed abgefahren……so, und wir hatten die Nase voll !!

Trotzdem hatten wir – rein rechnerisch- 50 US$ gespart !!!

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